Die industrienahe Forschung an der Montanuniversität Leoben (MUL) orientiert sich an den Kernprinzipien Energieeffizienz, Klimaneutralität, Nachhaltigkeit, Zero Waste und Kreislaufwirtschaft. Gemeinsam mit Industriepartnern werden in drei Kompetenzfeldern Lösungen für technologische und gesellschaftliche Herausforderungen erarbeitet.
Angesichts der wachsenden Rohstoffknappheit und im Kontext der Energiewende gewinnen spezielle Rohstoffe wie Lithium, Phosphor, Kobalt und Seltene Erden zunehmend an Bedeutung. Daher konzentriert sich die Forschung der MUL im Bereich Advanced Resources auf die Gewinnung, Verarbeitung und nachhaltige Nutzung von festen, flüssigen und gasförmigen Rohstoffen. Ermöglicht wird die Forschung durch moderne Infrastruktur, wie z.B. das „Zentrum am Berg“ und das „Wasser- und Kohlestoffforschungs-Zentrum“.
Forschungsthemen lauten:
• Untertagespeicherung von Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid, Methan sowie Energie
• Umgang mit kritischen und strategischen Rohstoffen
• Extraterrestrische Ressourcengewinnung
• CO2-freie Baustoffe
• Geothermie
• Künstlicher Intelligenz in der Bearbeitung rohstoffrelevanter Forschung
Im Bereich Smart Materials werden intelligente Werkstoffe und Werkstoffsysteme mit neuen Funktionalitäten entwickelt. Diese sind wesentlich, um Schlüsseltechnologien für die Industrie zur Bewältigung des Klimawandels und zur Gewährleistung einer Rohstoffsicherheit zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel der Forschung ist es, Werkstoffe zu entwickeln, die eine hohe Leistungsfähigkeit und zugleich einen niedrigen Ressourcenverbrauch in ihrer Herstellung aufweisen. Auch die Desintegration und Rezyklierbarkeit von Werkstoffen stehen im Fokus.
Forschungsthemen lauten:
• Virtuelles Materialdesign
• Werkstoffentwicklung für die Anwendung unter extremen Umgebungen
• Materialien für die Mikroelektronik
• Materialien für Energietechnologien
• Materialien für CO2-Abscheidung und -Speicherung
• Digitale Fertigung und Oberflächenbearbeitung
• Polymere und Verbundwerkstoffe
• Biopolymere
• Künstliche und natürliche Verbundwerkstoffe
• Monitoring intelligenter Materialien
Im Bereich Sustainable Processing setzt die MUL auf technologische Innovationen im industriellen Umwelt- und Klimaschutz. Im Mittelpunkt stehen Prozesse zur Dekarbonisierung der Industrie durch energieeffiziente Technologien, energetische Prozessoptimierungen von Produktionsstätten sowie Maßnahmen zur CO2-Abscheidung und -Nutzung. In der Abfallwirtschaft liegen Schwerpunkte auf der Vernetzung der Werkstoff- und Produkterzeugung mit Sammelsystemen, sowie auf der Entwicklung von Werkstoff- und Produktdesigns, die auf einer nachhaltigen Rohstoffbasis beruhen und rezyklierbar sind. Im „Digital Waste Research Lab“ werden zudem Grundlagen für die digitale Abfallanalyse und -aufbereitung erarbeitet.
Forschungsthemen lauten:
• Energieeffiziente Hochtemperatur-Prozesstechnologien
• Thermo-elektrische und thermo-chemische Energieumwandlung
• Wasserstoff-Metallurgie
• Zero Waste und Zero-Emission-Prozesse
• Nutzung von CO2 als Rohstoff
• Prozesstechnik für biogene Rohstoffe
• Recycling von industriellen Reststoffen und End-of-Life-Produkten
• Funktionalität von Roh- und Werkstoffen
• Management industrieller und infrastruktureller Risiken
• Digitalisierung als Teil der Kreislaufwirtschaft
Möchten Sie in einem der genannten Bereiche mit der Montanuniversität Leoben kooperieren? Dann kontaktieren Sie uns – wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen erfolgreiche Forschungsprojekte zu konzipieren und umzusetzen.
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Mehr InformationenRückstände aus Fertigungsprozessen sind ein großes Problem bei der Stahlerzeugung. Beim Recycling dieser Rückstände mit dem hochmodernen Wälzprozess wird nur Zink wiedergewonnen, sodass andere wertvolle Metalle, insbesondere Eisen, verloren gehen. Auch der erhebliche CO2-Fußabdruck ist ein Umweltproblem. Daher wird im EU-finanzierten Projekt Dust2Value eine innovative Wasserstoffreduktionstechnologie vorgestellt, mit der sämtliches Zink effizient wiedergewonnen und gleichzeitig ein eisenhaltiges Material mit hohem Metallgehalt geschaffen wird, das als Ersatz für Schrott verwendet werden kann. Mit dem Verfahren wird das Kreislaufprinzip bei der Stahlerzeugung gestärkt. Gleichzeitig werden die Treibhausgasemissionen gesenkt, um den Weg für eine nachhaltige Zukunft zu bereiten.
Europa muss dringend seine Abhängigkeit von Importen verringern, was zahlreiche Rohstoffe angeht. Zu diesem Zweck muss Europas Bergbauindustrie den traditionellen Bergbau völlig umgestalten, indem sie bahnbrechende Innovationen übernimmt und gleichzeitig umfangreiche Datenanalysen und neue Technologien des industriellen Internets der Dinge einbindet. Das EU-finanzierte Projekt illuMINEation wird bedeutende Aspekte der Digitalisierung im Untertagebau hervorheben, um die bestmögliche Leistung in den Bereichen Sicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Das Projekt wird eine robuste, mehrstufige Plattform des industriellen Internets der Dinge einrichten, die auf großen Sensornetzwerken mit der Fähigkeit zur drahtlosen Kommunikation beruht. Fortgeschrittene Benutzeroberflächen, Dashboards und Anwendungen der erweiterten beziehungsweise virtuellen Realität werden optimierte Informationsströme ermöglichen. Ein robuster Ansatz für die Cybersicherheit wird dabei dafür sorgen, dass die Daten angemessen geschützt werden.
Die Reduzierung der ökologischen Auswirkungen durch Bergbauaktivitäten ist ein zentrales Anliegen für die EU. Die Gewährleistung einer nachhaltigen Gewinnung von Mineralien setzt voraus, dass Interessengruppen in der ganzen EU aus der Industrie, Regierung, Akademie und Zivilgesellschaft ihre Kräfte bündeln. Das EU-finanzierte Projekt SUMEX entwickelt einen Nachhaltigkeitsrahmen für die mineralgewinnende Industrie in Europa. Der Rahmen ist über die gesamte mineralgewinnende Wertschöpfungskette anwendbar, um die Mineralvorkommen sowie die betreffenden wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftspolitischen Vorbedingungen der EU und ihrer Mitgliedstaaten wie auch ausgewählter Regionen zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen sozioökonomische und ökologische Folgenabschätzungen, die Flächennutzungsplanung, die Gesundheit und Sicherheit, die Übermittlung offizieller Statistiken und die Genehmigungsprozesse sowie die politische Integration.
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